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S01/E10: Google Gemini 2.0 & KI trifft Krypto – Trading mit ChatGPT! | KI Podcast

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5 Min. Lesezeit • 19.01.2025

Die Entwicklungsgeschwindigkeit in der KI-Welt erreicht 2025 eine neue Dimension. Während Google mit Gemini 2.0 Advanced Experimental neue Maßstäbe setzt, experimentieren Anwender bereits mit KI-gestütztem Krypto-Trading. Die zehnte Folge von MangoblauAI zeigt: Die Grenzen zwischen Science-Fiction und Realität verschwimmen zunehmend.

Google Gemini 2.0 – Das Context-Window-Monster

Google hat mit Gemini 2.0 Advanced Experimental ein beeindruckendes Update vorgelegt. Das neue Modell verarbeitet ein Context-Window von bis zu 1.500 DIN-A4-Seiten – eine Datenmenge, die menschliche Kapazitäten bei Weitem übersteigt. Dennis berichtet von seiner Erfahrung: "Du stellst eine einfache Frage und er denkt einfach zehn Schritte weiter." Das System analysiert nicht nur die gestellte Frage, sondern antizipiert bereits Folgefragen und liefert umfassende Marktanalysen, Preisrecherchen und Zielgruppenbestimmungen.

Besonders beeindruckend: Die Antwortqualität hat ein neues Niveau erreicht. Wo frühere Modelle noch Informationen aus dem mittleren Bereich längerer Texte "vergaßen", beherrscht Gemini 2.0 den sogenannten "Nadel im Heuhaufen-Test" perfekt. Jedes Detail bleibt präsent, unabhängig von der Position im Text. Für Business-Pläne und umfangreiche Research-Projekte eröffnet das völlig neue Möglichkeiten.

KI als Krypto-Trader – Experiment mit ChatGPT

Dennis wagte ein ungewöhnliches Experiment: Er kombinierte ChatGPT mit Python-Skripten, um automatisiert am Kryptomarkt zu handeln. Nach anfänglichen Versuchen auf einem stromfressenden Windows-PC folgte die Optimierung: Ein Raspberry Pi, kaum größer als eine Zigarettenschachtel und mit unter 10 Watt Stromverbrauch, übernimmt nun die Aufgabe rund um die Uhr.

Die Ergebnisse schwanken zwischen 10 Euro Verlust an schlechten und bis zu 60 Euro Gewinn an guten Tagen. Entscheidend war die Erkenntnis, dass der ursprüngliche Setup mit hohem Stromverbrauch die Rentabilität zunichtemachte. Die Lösung mit dem energieeffizienten Raspberry Pi zeigt: Künstliche Intelligenz muss nicht nur smart, sondern auch ressourcenschonend eingesetzt werden. Dennis betont ausdrücklich: "Don't try this at home, kids. This is no financial advice."

AGI und die Zukunft der Bildung

Die Diskussion um Artificial General Intelligence (AGI) gewinnt an Fahrt. Sam Altman von OpenAI kündigte an, kurz vor dem Durchbruch zu stehen. AGI bezeichnet eine KI, die in allen Bereichen intelligenter ist als Menschen – nicht nur in spezifischen Aufgaben wie Mathematik oder Physik, wo Modelle wie O1 und O3 bereits überlegen sind.

Interessant ist die Entwicklung im Bildungsbereich: Erste Schulen erlauben den Einsatz von ChatGPT für Hausaufgaben, verlangen aber, dass Schüler die Inhalte anschließend frei vortragen und alle Fachbegriffe erklären können. Dieser didaktische Ansatz verschiebt den Fokus vom reinen Schreiben auf Verständnis und Präsentationsfähigkeit. Dennis kommentiert: "Die Kutscher haben sich auch beschwert, als die Autos gekommen sind. Am Ende haben die Autos leider gewonnen."

Die rasante Entwicklung zeigt: 2025 wird das Jahr, in dem KI endgültig vom Experiment zum alltäglichen Werkzeug wird. Ob Google Gemini, automatisiertes Trading oder neue Lernmethoden – die Technologie ist da. Jetzt geht es darum, sie sinnvoll und verantwortungsvoll einzusetzen.


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